„Hänsel hatte seinen Schirm vergessen.“

Als der Regen immer heftiger wurde, suchte Hänsel in seinem Rucksack, der leicht war jetzt, nachdem er all die Kieselsteine verteilt hatte. Brotkrumen hatten wir gelernt, würden wir selbst brauchen, wenn der Hunger kam, damit wir nicht auf irgendwelche Zuckerbäckereien… Weiterlesen„Hänsel hatte seinen Schirm vergessen.“

„Ich besitze drei Katzen und werde demnächst sterben.“ [Valeria Luiselli]

Die Katzen waren plötzlich da, wie Vorboten des Todes. Sie werden also wissen, worauf sie sich eingelassen haben, dachte ich. Inzwischen sind sie mir ans Herz gewachsen, ich betrachte sie nicht länger als Leichenfledderer, als berechnende Kreaturen. Woher hätten sie… Weiterlesen„Ich besitze drei Katzen und werde demnächst sterben.“ [Valeria Luiselli]

„Ich warf meinen Kompass in die Wellen.“ [Etel Adnan]

Mühsam hatte mein Vater mir beigebracht, den Kompass zu lesen. Stunde um Stunde hatte er mir alles geduldig erklärt. Dann hatte er mir seinen Kompass in die Hand gelegt, meine Hand darum geschlossen, hatte mich fest angesehen und gesagt: „Nun… Weiterlesen„Ich warf meinen Kompass in die Wellen.“ [Etel Adnan]

„Schwarze Bänke stehen wie Noten gruppiert, darauf Schnee und eine Frau, die raucht.“ [Anna Kaleri]

Weil die Bänke so perfekt angeordnet sind, als hätte jemand versucht den Anfang eines Liedes darzustellen, fällt es ihr schwer, sich für eine Bank zu entscheiden. Dieser Teil der Gruppe, wäre irgendwie überbetont, tonangebend. Das ist falsch. Aber sie ist… Weiterlesen„Schwarze Bänke stehen wie Noten gruppiert, darauf Schnee und eine Frau, die raucht.“ [Anna Kaleri]

„Die Krone einer ausufernden Weide spiegelt sich im Fluss, als sähe man ihre Wurzeln darin.“ [Anna Kaleri]

Wo beginnt das eine und wo endet das andere? Der Himmel gespiegelt im Wasser. Oben und unten durcheinander gebracht. Warum heißen die ausufernden Äste, ganz oben im Baum zusammengeballt, Kronen? fragt das 70jährige Kind seine Eltern, die wie immer beharrlich… Weiterlesen„Die Krone einer ausufernden Weide spiegelt sich im Fluss, als sähe man ihre Wurzeln darin.“ [Anna Kaleri]