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Die Blüten der kleinen Rose, die ich mir kürzlich gekauft habe, sind seltsam grau anlaufen, als hätte ich sie mit färbenden Kleidungsstücken gewaschen. Ihre Knospen vertrocknen und fallen ab. Sie sieht aus, als würde sie verfaulen. Ich kann mir keinen Reim darauf machen.

Als Blume wäre ich eine Lilie ist A. überzeugt. Lilien sind Friedhofsblumen. Aber sie sind sehr schön. Und irgendwie bin ich ja auch jemand, der sehr eng mit Friedhöfen verbunden ist. Zwei tote Mütter, ein toter Vater und einer, den ich immer noch nicht ausfindig machen konnte.

Vielleicht ist es so, die einzelnen Puzzleteile waren längst da, eigentlich immer schon, und jetzt erst habe ich die Kraft, Ausdauer und Geduld, sie so zusammen zu fügen, dass sich wenigstens ein unscharfes Bild ergibt. Mit Lücken und offensichtlich unpassenden Teilen. Aber immerhin ein Bild.

Die „mörderballaden“ von Juliane Liebert sind angekommen. Gerade einmal 54 Seiten lang. Die Rezensenten (sämtlich Männer) sind nicht überzeugt von diesem Buch, wissen aber, wie Liebert es hätte besser machen können. Sie schöpft das Potenzial der Ballade nicht aus, schreibt einer. Die wohlwollenden oder sogar begeisterten Rezenisonen liegen hinter Bezahlschranken. 

Beim Einlass zum Amtsgericht eine recht alte Dame vor mir. „Als dicke Person passt man ja gar nicht dort hinein“, sagt sie angesichts der tatsächlich beklemmend engen Glassäule, in der man steht, bevor der Beamte am Einlass sie öffnet, damit man durchleuchtet wird, um das Gebäude betreten zu dürfen.

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