„Während der ersten Zeit im Heim war es dem Mädchen so vorgekommen, als versuche es, in ein Wasser einzutauchen.“ [Jenny Erpenbeck]

Sie steht da, zitternd, der Badeanzug ist zu groß, er wirft Wellen um ihren Körper herum. Sie erinnert sich, sie erinnert sich an frühere Begegnungen mit dem Wasser. Sie erinnert sich, wie ihr Cousin einmal fast untergegangen ist. Wie alle… Weiterlesen„Während der ersten Zeit im Heim war es dem Mädchen so vorgekommen, als versuche es, in ein Wasser einzutauchen.“ [Jenny Erpenbeck]

„Der Schuster wohnt und arbeitet im Souterrain eines Hauses in der Nähe des Bahnhofs.“ [Agota Kristof]

Ich erinnere mich an grauenhafte Kopfschmerzen, die sich als behandlungsresistent erwiesen. Die Ärzte waren ratlos. Kein Medikament wirkte, oder es wirkte nur kurz. Schließlich überzeugte man mich, von der mit traurigen Erinnerungen belasteten Wohnung, die außerdem an einer stark befahrenen… Weiterlesen„Der Schuster wohnt und arbeitet im Souterrain eines Hauses in der Nähe des Bahnhofs.“ [Agota Kristof]

„Nun ja, es gibt viele Möglichkeiten, gefangengehalten zu werden, denke ich, während ich durchs Moor laufe.“ [Anne Carson]

Das Moor hält sich schließlich ebenfalls selbst gefangen, so wie meine Gedanken, die immer nur im Kreis hintereinander her laufen. Fangen spielen. Aber ohne die spielerische Komponente. Immer ist alles so ernst. Es ist ein ohnehin unmögliches Fangen spielen, das… Weiterlesen„Nun ja, es gibt viele Möglichkeiten, gefangengehalten zu werden, denke ich, während ich durchs Moor laufe.“ [Anne Carson]

„Ich war in den Wald gegangen, um mich dort in einigen Zweigen zu verwildern.“ [Paul Adler]

Im Winter war es anders, ich konnte nicht in diesem unglaublichen Grün baden. Stattdessen knirschte der Schnee unter meinen Füßen, dieser Schnee, der den Wald in ein schwarz-weiß Bild verwandelte. So schwarz- weiß, dass ich manchmal fürchtete, das Grün wäre… Weiterlesen„Ich war in den Wald gegangen, um mich dort in einigen Zweigen zu verwildern.“ [Paul Adler]

„Es ist wie immer, die Müdigkeit haut wie mit einem Hammer auf mich ein.“ [Wolfgang Herrndorf]

 Es ist egal, ob es hell ist oder dunkel. Es ist egal, ob ich nach vier Stunden aufwache oder nach zehn Stunden. Sie ist immer schon da. Sie ist niemals weg gewesen, vermutlich saß sie geduldig wartend auf dem Bettrand,… Weiterlesen„Es ist wie immer, die Müdigkeit haut wie mit einem Hammer auf mich ein.“ [Wolfgang Herrndorf]

Die Decke ist schwer wie eine Grabplatte aus Marmor.“ [Ilse Aichinger]

Der Wecker hat geklingelt. Ist ausgestellt worden. Hat wieder geklingelt. Sie versucht es wirklich. Jeden Tag mit all der ihr verbliebenen Kraft. Dem Willen, den sie noch aufbringen kann. Der arme Wecker, denkt sie manchmal. Wie muss er sich fühlen?… WeiterlesenDie Decke ist schwer wie eine Grabplatte aus Marmor.“ [Ilse Aichinger]