Ratlos

Häufig fühle ich mich ratlos. Ich höre die Nachrichten und stelle fest, dass ich vollkommen ratlos bin. Dann stelle ich mir vor, ich habe mein Rad verloren. Ein riesengroßes Rad auf dem ich, wenn ich nicht gerade ratlos bin, durch die Welt rolle. Es glänzt und bewegt sich geschmeidig durch die Landschaft. Ich halte mich an den Speichen fest und bin vollkommen entspannt. Ich muss nicht lenken oder entscheiden, wohin es geht. Ich kann dem Rad vertrauen. Bis eine Schlagzeile oder ein Spiegel unseren Weg kreuzt und behauptet: das ist unmöglich. Sofort verschwindet das Rad und lässt mich ratlos zurück.

1 Gedanke zu „Ratlos

  1. @muetzenfalterin
    Ich frag mich, ob Rat und Rad die gleichen Wortwurzeln haben. Vermutlich nicht, aber für solche Gedanken wie deine, sind die zwei Wörter ideal.

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