Der Wecker hat geklingelt. Ist ausgestellt worden. Hat wieder geklingelt. Sie versucht es wirklich. Jeden Tag mit all der ihr verbliebenen Kraft. Dem Willen, den sie noch aufbringen kann. Der arme Wecker, denkt sie manchmal. Wie muss er sich fühlen? Überflüssig oder ohnmächtig. Er klingelt ja immerzu vergebens. Und sie will wirklich aufstehen, sie will den Tag zu einer vernünftigen Uhrzeit beginnen, sie will Struktur. Aber es geht nicht. „Die Decke ist schwer wie eine Grabplatte aus Marmor“, liest sie bei Ilse Aichinger, und jetzt hat diese Unfähigkeit, jetzt hat die Vergeblichkeit ihrer Bemühungen, wenigstens Worte, einen Ausdruck, der nichts leichter macht, aber immerhin mitteilbar.