„Ich war in den Wald gegangen, um mich dort in einigen Zweigen zu verwildern.“ [Paul Adler]

Im Winter war es anders, ich konnte nicht in diesem unglaublichen Grün baden. Stattdessen knirschte der Schnee unter meinen Füßen, dieser Schnee, der den Wald in ein schwarz-weiß Bild verwandelte. So schwarz- weiß, dass ich manchmal fürchtete, das Grün wäre… Weiterlesen„Ich war in den Wald gegangen, um mich dort in einigen Zweigen zu verwildern.“ [Paul Adler]

Wie Lindsey Vonn und Gisèle Pelicot mir halfen mein Scheitern zu verstehen

Seit längerem quält mich das Gefühl, gescheitert zu sein. „Ich habe mein Leben an die Wand gefahren“, sage ich und wische alle Relativierungen, die meine Gesprächspartner vorbringen, mit leichter Hand vom Tisch. Ich sage diesen Satz und fühle, das er… WeiterlesenWie Lindsey Vonn und Gisèle Pelicot mir halfen mein Scheitern zu verstehen

„Es ist wie immer, die Müdigkeit haut wie mit einem Hammer auf mich ein.“ [Wolfgang Herrndorf]

 Es ist egal, ob es hell ist oder dunkel. Es ist egal, ob ich nach vier Stunden aufwache oder nach zehn Stunden. Sie ist immer schon da. Sie ist niemals weg gewesen, vermutlich saß sie geduldig wartend auf dem Bettrand,… Weiterlesen„Es ist wie immer, die Müdigkeit haut wie mit einem Hammer auf mich ein.“ [Wolfgang Herrndorf]

Die Decke ist schwer wie eine Grabplatte aus Marmor.“ [Ilse Aichinger]

Der Wecker hat geklingelt. Ist ausgestellt worden. Hat wieder geklingelt. Sie versucht es wirklich. Jeden Tag mit all der ihr verbliebenen Kraft. Dem Willen, den sie noch aufbringen kann. Der arme Wecker, denkt sie manchmal. Wie muss er sich fühlen?… WeiterlesenDie Decke ist schwer wie eine Grabplatte aus Marmor.“ [Ilse Aichinger]

„Immer, wenn er im erwachsenen Alter gefragt wird, behauptet er fast monoton, dass er den Vater nicht vermisst.“ [Per Olov Enquist]

„Fehlt Dir Dein Vater denn nicht?“ Immer wieder diese Frage. „Ich habe ihn ja gar nicht gekannt“, sage ich dann. Und eine Welle ungeahnter Traurigkeit überkommt mich. Kurz darauf werde ich wütend. Was geht es diese fremden Menschen an, wen… Weiterlesen„Immer, wenn er im erwachsenen Alter gefragt wird, behauptet er fast monoton, dass er den Vater nicht vermisst.“ [Per Olov Enquist]

„Stimmen der Geister, der Halbtoten erklingen. Was tut man damit? Fast geht man unter.“ [Ulrike Draesner]

Ich habe verlernt, wie man Gespräche führt. Ich höre zu und nicke, ich vergesse sofort, was der andere gesagt hat. Die Stimmen der Geister sind das einzige, das mich erreicht. Mit ihnen führe ich auch keine Gespräche. Aber ich höre… Weiterlesen„Stimmen der Geister, der Halbtoten erklingen. Was tut man damit? Fast geht man unter.“ [Ulrike Draesner]

„Sie präsentierte ihre blau bemalten, schamlos zitternden Lider.“ [Peter Nadás]

Immer noch, seit ich sie kannte, und ich kannte sie immerhin schon seit Jahrzehnten, achtete sie auf ihr Äußeres. Sie war nie ungepflegt. Ich hatte sie nie ungeschminkt gesehen. Die Art wie sie sich schminkte war vielleicht ein wenig expressiv… Weiterlesen„Sie präsentierte ihre blau bemalten, schamlos zitternden Lider.“ [Peter Nadás]