„Sie präsentierte ihre blau bemalten, schamlos zitternden Lider.“ [Peter Nadás]

Immer noch, seit ich sie kannte, und ich kannte sie immerhin schon seit Jahrzehnten, achtete sie auf ihr Äußeres. Sie war nie ungepflegt. Ich hatte sie nie ungeschminkt gesehen. Die Art wie sie sich schminkte war vielleicht ein wenig expressiv… Weiterlesen„Sie präsentierte ihre blau bemalten, schamlos zitternden Lider.“ [Peter Nadás]

„Er starb wenige Tage später.“ [Eliot Weinberger]

Es schneite, es taute, es schneite erneut. Ich war nicht sicher, ob ich angesichts dieser Wetteraussichten wirklich fahren sollte. Ich war eine ordentliche Autofahrerin, aber keine, die Herausforderungen suchte. Ich sprach mit meiner Mutter, ich rief meine Schwester an. Er… Weiterlesen„Er starb wenige Tage später.“ [Eliot Weinberger]

„Solche Häuser sind eine Geschichte für sich.“ [Zsuzsanna Gahse]

Es gab dieses Haus am Ende der Straße, das uns magisch anzog. Es war ganz anders, obwohl es genau so aussah wie all die anderen Häuser. Beiger Beton, braunes Dach, Tür, Klingelschilder, Fenster. Aber auf den Klingelschildern waren keine Namen…. Weiterlesen„Solche Häuser sind eine Geschichte für sich.“ [Zsuzsanna Gahse]

„Er hing viel zu Hause herum und hat neben dem Haushalt vor allem irgendwelche Serien und Filme geschaut.“ [Wolfram Lotz]

Wir waren eher locker befreundet. Vielleicht kann man es nicht einmal befreundet nennen. Er stand manchmal vor der Tür und bat mich um Brot, Milch, Salz, irgendetwas, das er vergessen hatte. Er hatte ständig etwas vergessen. Ich gab ihm Brot,… Weiterlesen„Er hing viel zu Hause herum und hat neben dem Haushalt vor allem irgendwelche Serien und Filme geschaut.“ [Wolfram Lotz]

„Hänsel hatte seinen Schirm vergessen.“

Als der Regen immer heftiger wurde, suchte Hänsel in seinem Rucksack, der leicht war jetzt, nachdem er all die Kieselsteine verteilt hatte. Brotkrumen hatten wir gelernt, würden wir selbst brauchen, wenn der Hunger kam, damit wir nicht auf irgendwelche Zuckerbäckereien… Weiterlesen„Hänsel hatte seinen Schirm vergessen.“

„Ich besitze drei Katzen und werde demnächst sterben.“ [Valeria Luiselli]

Die Katzen waren plötzlich da, wie Vorboten des Todes. Sie werden also wissen, worauf sie sich eingelassen haben, dachte ich. Inzwischen sind sie mir ans Herz gewachsen, ich betrachte sie nicht länger als Leichenfledderer, als berechnende Kreaturen. Woher hätten sie… Weiterlesen„Ich besitze drei Katzen und werde demnächst sterben.“ [Valeria Luiselli]