„Der Morgen traf ein.“

Wie ein lang erwarteter Gast traf der Morgen ein. Ich hatte schon Stunden im Bett gelegen und auf ihn gewartet, weil der Schlaf sich vertagt hatte, er hätte heute keinen Termin mehr frei, hatte er mich wissen lassen, aber morgen, morgen Nacht würde er bestimmt auch zu mir kommen. Es gibt sicher Menschen, die ihn nötiger haben, hatte ich gedacht, aber es wäre schon nett gewesen, wenn er dann wenigstens meine Müdigkeit mitgenommen hätte, zu den Menschen, die wichtiger waren. So war das Warten auf den Morgen doch ein wenig unerquicklich. Aber dann traf der Morgen ein und ich betrat ihn müde und unausgeruht, aber voller Hoffnung auf eine neue Nacht.

2 Kommentare zu „„Der Morgen traf ein.“

  1. @muetzenfalterin Oh ja! Bei mir ein Ausdruck seniler Bettflucht!

  2. @muetzenfalterin
    Ich kann die Erschöpfung so sehr fühlen beim Lesen.

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