„Während der ersten Zeit im Heim war es dem Mädchen so vorgekommen, als versuche es, in ein Wasser einzutauchen.“ [Jenny Erpenbeck]

Sie steht da, zitternd, der Badeanzug ist zu groß, er wirft Wellen um ihren Körper herum. Sie erinnert sich, sie erinnert sich an frühere Begegnungen mit dem Wasser. Sie erinnert sich, wie ihr Cousin einmal fast untergegangen ist. Wie alle… Weiterlesen„Während der ersten Zeit im Heim war es dem Mädchen so vorgekommen, als versuche es, in ein Wasser einzutauchen.“ [Jenny Erpenbeck]

„Nun ja, es gibt viele Möglichkeiten, gefangengehalten zu werden, denke ich, während ich durchs Moor laufe.“ [Anne Carson]

Das Moor hält sich schließlich ebenfalls selbst gefangen, so wie meine Gedanken, die immer nur im Kreis hintereinander her laufen. Fangen spielen. Aber ohne die spielerische Komponente. Immer ist alles so ernst. Es ist ein ohnehin unmögliches Fangen spielen, das… Weiterlesen„Nun ja, es gibt viele Möglichkeiten, gefangengehalten zu werden, denke ich, während ich durchs Moor laufe.“ [Anne Carson]

„Ich war in den Wald gegangen, um mich dort in einigen Zweigen zu verwildern.“ [Paul Adler]

Im Winter war es anders, ich konnte nicht in diesem unglaublichen Grün baden. Stattdessen knirschte der Schnee unter meinen Füßen, dieser Schnee, der den Wald in ein schwarz-weiß Bild verwandelte. So schwarz- weiß, dass ich manchmal fürchtete, das Grün wäre… Weiterlesen„Ich war in den Wald gegangen, um mich dort in einigen Zweigen zu verwildern.“ [Paul Adler]

Die Decke ist schwer wie eine Grabplatte aus Marmor.“ [Ilse Aichinger]

Der Wecker hat geklingelt. Ist ausgestellt worden. Hat wieder geklingelt. Sie versucht es wirklich. Jeden Tag mit all der ihr verbliebenen Kraft. Dem Willen, den sie noch aufbringen kann. Der arme Wecker, denkt sie manchmal. Wie muss er sich fühlen?… WeiterlesenDie Decke ist schwer wie eine Grabplatte aus Marmor.“ [Ilse Aichinger]

„Immer, wenn er im erwachsenen Alter gefragt wird, behauptet er fast monoton, dass er den Vater nicht vermisst.“ [Per Olov Enquist]

„Fehlt Dir Dein Vater denn nicht?“ Immer wieder diese Frage. „Ich habe ihn ja gar nicht gekannt“, sage ich dann. Und eine Welle ungeahnter Traurigkeit überkommt mich. Kurz darauf werde ich wütend. Was geht es diese fremden Menschen an, wen… Weiterlesen„Immer, wenn er im erwachsenen Alter gefragt wird, behauptet er fast monoton, dass er den Vater nicht vermisst.“ [Per Olov Enquist]

„Stimmen der Geister, der Halbtoten erklingen. Was tut man damit? Fast geht man unter.“ [Ulrike Draesner]

Ich habe verlernt, wie man Gespräche führt. Ich höre zu und nicke, ich vergesse sofort, was der andere gesagt hat. Die Stimmen der Geister sind das einzige, das mich erreicht. Mit ihnen führe ich auch keine Gespräche. Aber ich höre… Weiterlesen„Stimmen der Geister, der Halbtoten erklingen. Was tut man damit? Fast geht man unter.“ [Ulrike Draesner]