Besinnungslos

Die Verzweiflung habe ich ordentlich gefaltet zwischen die Bügelwäsche gelegt, einen großen Schluck Selbstmitleid getrunken und nun bin ich endlich besinnungslos. Frei von Überlegenheit trample ich alles Zarte nieder. Erhebe mich über jegliche Vernunft. Von Wehleidigkeit besessen klage ich im Ton verdrießlicher Vergesslichkeit. Nichts gebietet mir Einhalt. Der Freiheit zerlegt mich in unzählige Splitter, jeder einzelne scharf wie ein frisch geschliffenes Messer. Es bleibt abzuwarten, wie erneut ein Bild daraus entstehen kann. Für den Moment bin ich die Besinnung darauf wie schwer es wird, alles wieder zu ordnen und vertretbar zu machen, los. Darf ungehindert untergehen im Meer meiner Untröstlichkeit.

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