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Ich möchte aufräumen. Aber jeder Versuch läuft so ab, dass ich die alte Unordnung durch eine neue Unordnung ersetze. Als würde sich jede räumliche Ordnung widersetzen, solange keine Ordnung in die Gedanken zu bringen ist. Und dann erinnere ich mich plötzlich, wie man mir als Kind ständig sagte: Jetzt lach doch mal, guck nicht so ernst. Und ich werde wütend und traurig. Und nicht zuletzt bin ich stolz und froh, dass ich diesen Fehler immerhin nicht wiederholt habe. Traurigkeit kannte ich, die konnte ich ernst nehmen bei meinen Kindern. Etwas anderes war es mit ihrer Wut.

Ich lese wie Sophie Passmann schreibt, wenn sie depressiv ist, hat sie ständig ein schlechtes Gefühl, wenn sie Menschen getroffen hat. Sie ist überzeugt davon, sich falsch benommen zu haben, dass alle sie doof finden. Wie verdammt gut ich das kenne.

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