Was hast du hier verloren, frage ich mich. Und frage dabei in beide Richtungen. Ich habe meine Zuversicht verloren, antworte ich mir. Und im übrigen weiß ich es nicht. Irgendetwas hat mich in die Welt gesetzt, und nun gibt es nur die guten Zeiten, in denen ich nicht nach einem Sinn fragen muss, und die anderen, in denen ich keinen Sinn finde. Egal wie verzweifelt ich suche. Je verzweifelter ich suche, um so sicherer entzieht sich der Sinn. Ich leide unter Sinnentzug, weil ich mich selbst verloren habe. Vielleicht ist das die Antwort. Und weiter zu suchen ist der Sinn.
@muetzenfalterin Und sowieso ist der Sinn ja auch nie gleich, weder für andere noch für dich selbst, er verändert sich wie ein Chamäleon, je nachdem, wie du in die Welt blickst und welche Werte und Prioritäten für dich zählen.
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Meine Liebe,
ich finde mich sehr in deinen Worten wieder. Für mich fühlt es sich weniger wie eine Suche an, sondern eher wie ein Leer-werden. Denn je mehr wir suchen, desto weniger finden wir – nicht, weil nichts da ist, sondern weil jede Suche nur noch mehr Such-Energie erzeugt.
Loslassen, leer werden, erkennen, dass wir das, wonach wir suchen, bereits sind und es nur durch den inneren Lärm nicht wahrnehmen können. Dieser Prozess bringt oft ein quälendes Gefühl von Sinnlosigkeit mit sich, manchmal auch Desorientierung. Vielleicht gehört genau das dazu.
Du bist einen Schritt weiter als ich, liebe Miriam, aber immerhin erkenne auch ich langsam den Weg. Danke für Dein Dasein. Ich freue mich immer so sehr, wenn du wieder auftauchst.