Ein Wal strandet, einige Menschen entfernen sich so weit von der Erde wie selten zuvor. Diese Nachrichten, die ablenken von den Problemen, die wir als Gesellschaft nicht lösen. Die vielleicht schlechteste Regierung, die ich jemals miterlebt habe, spaltet und benennt vermeintlich Schuldige, statt an Lösungen zu arbeiten. Jagoda Marinic schreibt sehr treffend: „Ich habe Sehnsucht nach dem Land, das wir sein könnten.“ Manchmal habe ich diesen kleinen hoffnungsvollen Gedanken: vielleicht scheint alles viel problematischer, vielleicht kommt uns auch die Spaltung der Gesellschaft viel gravierender vor als in früheren Zeiten, weil wir darüber sprechen, weil ein Austausch stattfindet. Weil er öffentlich stattfindet, während früher nur privat darüber gesprochen wurde, an Stamm- und Küchentischen.
Ich nehme Anfragen und Aufgaben an, als wäre ich gesund und belastbar. Will ich mir selbst etwas beweisen? Habe ich Angst sonst in die Unsichtbarkeit zu verschwinden? Oder bin ich schlicht zu feige, um zu sagen: ich kann das gerade nicht. Meine Kraft reicht nicht aus dafür?
Wie sie schon die schlechteste Opposition waren, sind sie nun die schlechteste Regierung und das kann eins ruhig laut sagen, muss es sogar sagen. Ich bin in dem Punkt leider etwas pessemistisch geworden.
Liebe Mützenfalterin, pass gut auf dich auf.
Herzlichst, Ulli
Es ist auch die schlechteste Regierung, die ich kenne ( Honecker und co ausgenommen).
Merkel war gerade in der Stadt und es fällt immer wieder auf wie unaufgeregt ihre Art des Sprechens ist. Merz verschiebt das Sagbare bis an den äußersten Rand des Sagbaren und darüber hinaus. Ein furchtbarer Kanzler der die Sreigbügel begrüßen hält und die Schere weiter aufgehen lässt.
Die Verschiebung nach rechts insgesamt, in einem sehr viel größeren Ausmaß als vor zwei Jahren noch denkbar und dennoch gibt es auch Lichtblicke. Ungarn ist so einer. Kein linker , aber einer dem man unterstellt, dass er die Demokratie wieder möglich macht. Welche Erleichterung und Freude auf den Straßen.