(31)

Foto: Beate Steil - Finale Flow

Als ich am Heiligen Abend wütend durch den Wald stapfe, um irgendwie ein bisschen Ordnung in meine Gedanken und ein wenig Ruhe in meine aufgewühlten Gefühle zu bringen, kommen endlich die Fotos vom Parcours im Begatal und dem Finale des Flow Projekts zwei Wochen später, alles im Oktober. Und ich erzähle das hier, weil es das Jahr auszeichnet, gute Überraschungen treffen auf totale Überforderung. Lähmende Ohnmacht auf sich plötzlich öffnende Möglichkeiten. Ich habe dieses Jahr nicht nur viele Bereiche kennengelernt von denen ich keine Ahnung hatte, ich habe auch mich ein wenig besser kennengelernt. Ich lerne immer noch die Ambivalenzen auszuhalten aus denen das Leben besteht. Ich versuche nicht zu verbittern. Ich versuche nicht aufzugeben. Ich versuche da zu sein und auszuhalten, was auszuhalten ist. Und immer wieder den Kopf zu wenden, um nicht im scheinbar Aussichtslosen stecken zu bleiben, sondern zu sehen, dass immer gleichzeitig viel Gutes geschieht. Mehr Optimismus geht gerade nicht.

1 Gedanke zu „(31)

  1. Das ist schon sehr viel mehr als ich zu wagen gehofft hatte.
    Danke, dass du hier so viel von dir teilst.
    Diese Kontraste und Ambivalenzen, die oft kaum erträglich sind.
    Möge die Hoffnung nachwachsen.

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