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Als ich wieder einmal erzähle, wie die Depression mich einschränkt, ist auf einmal dieses Bild da: Die Depression ist nie weg. Sie sitzt immer auf meiner Schulter. Manchmal macht sie sich so leicht, dass ich sie vergesse, dann wieder legt sie mich fast völlig lahm mit ihrem Gewicht. Dieses Bild ist mehr für mich als nur eine mehr oder weniger anschauliche Metapher. Es zeigt mir, dass ich es offenbar inzwischen annehmen, akzeptieren, kann, dass diese Krankheit, bei mir endogen und rezidiv, etwas ist, das ich nicht los werde, sie ist Teil meines Lebens. Und merkwürdigerweise ist diese Erkenntnis etwas, das mich befreit. Denn wenn es so ist, dann kann ich doch das nächste Mal wenn sie zuschlägt wütend auf die Krankheit sein, statt auf mich selbst.

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