Es ist angenehm kühl heute morgen, und tatsächlich neblig. Nebel gehört für mich so sehr zum Herst, dass mich dieser Anblick kurz irritiert.
Heute endet meine Freistellung. Es war eine gute, um nicht zu sagen sehr gute Zeit. Allerdings hat sich mein Verdacht bestätigt, dass es nicht die Zeit ist, die mir fehlt, wenn es beim Schreiben stockt, sondern so etwas wie Disziplin, Routinen und vor allem immer wieder die Überwindung der Schwellenangst. Vielleicht ist es sogar gut, den Rahmen der Arbeit zu haben, denn häufig fließen die Gedanken dann, wenn eigentlich keine Zeit ist, sie festzuhalten. Und das ist ja auch eine gute Quintessenz, zu registrieren, dass ich die Zeit gut nutzen konnte, aber nicht unbedingt brauche.
Ich lese immer noch den Wölfe Band von Knausgard. Und entdecke hallizugene Pilze, Gedankenparallelen zwischen der Protagonistin Alevetina und Michel Foucaults Ordnung der Dinge. Vor allem aber lerne ich wirklich außergewöhnliche russische Philosophen kennen, allen voran Nikolai Fjodorowitsch.
In einer Woche eröffnet die Stadtteilbibliothek hier wieder nach einer langen Umbauphase und ich darf mit einer Kollegin und einem Kollegen dort lesen.
@muetzenfalterin
Ich mag Nebel auch.
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Ja, das ist eine Quintessenz, die nachdenklich macht. warum gelingt das Schreiben und das Lesen eher, wenn ich nicht den ganzen Tag zur Verfügung habe. Es dem Alltag abgerungen werden muss.