Morgen hat mein ältestes Kind Geburtstag. Am Tag nach seinem Geburtstag läuft eine Besprechung der 100 sehr kurzen Gespräche auf SWR. Der Schnee ist noch da, aber die Welt beruhigt sich nicht. Gestern saßen wir zusammen, fünf Menschen aus immerhin mindestens zwei Generationen, und die Welt blieb irgendwie draußen, oder wurde jedenfalls zu so etwas, wie einer Sache, die man in Gesprächen bewältigen kann.
Ich habe angefangen, die von Matthes & Seitz neu aufgelegten „Männerphantasien“ von Klaus Theweleit zu lesen. Möglicherweise schreibe ich ein Lesetagebuch dazu. Denn leider ist dieses 50 Jahre alte Buch gerade wieder sehr aktuell.
So ein kleiner Satz und so beängstigend: „… aber die Welt beruhigt sich nicht.“
Mit den vielen Problemen, die es weltweit gibt, die wie nicht lösbar erscheinen, weil Wille und Mut und vieles andere fehlen, kann sich so auch gar nicht beruhigen. Die Frage dabei ist immer wieder, was macht das mit mir und was setze ich dem Ganzen entgegen, habe ich dafür Werkezeuge und welche Reichweite habe ich überhaupt?
Herzlichst, Ulli
ich würde mich sehr freuen, wenn du ein Lesetagebuch schreiben würdest
Danke für diesen Anschubser. Vielleicht setze ich mich jetzt wirklich damit auseinander.