(17)

Vor dem Haus ein Maulwurfhügel. Ohne Eingangsschild. Auch keine Tür. Diese Wohnung möchte nicht bewohnt werden.

Im Gehäuse lodere ich wie ein Streichholz, zerfalle zu Asche, ein abgebranntes Urteil.

Über die Straße treibt der Wind ein weißes Blatt. Es ist alles zu vernünftig.

Die gefühlte Härte der Zeit. Der Geruch von Regen auf warmen Asphalt. Ein flauschiger braungrauer Belag auf dem Bus, den mein Blick streift. Ein omnipräsentes Fehlen. Manchmal fehle ich mir selbst.

Es ist wunderbar mittelmäßig zu sein, lese ich auf der Rückseite eines Kinderbuches. Vor dem Fenster Regen der vom Wind zu Bündeln geformt wird und in unterschiedliche Richtungen weht. Das Geräusch von Reifen auf dem nassen Asphalt. Meine Regungslosigkeit. Wassermassen und scharfkantige Häuser. Am Tag darauf ein fast nächtlicher Anruf. Anruf gleich Aufruhr. Der mich in nächtlich surreal stille Räume führt, bevor er sich Stunden später legt. Wie so häufig stehen die schönen neben den schrecklichen Nachrichten. Ich versuche das Gleichgewicht zu halten. Nächste Spielzeit wird Hamlet inszeniert. Auch er hat versucht das Gleichgewicht zu halten.

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