Mühsam hatte mein Vater mir beigebracht, den Kompass zu lesen. Stunde um Stunde hatte er mir alles geduldig erklärt. Dann hatte er mir seinen Kompass in die Hand gelegt, meine Hand darum geschlossen, hatte mich fest angesehen und gesagt: „Nun kommst du allein zurecht.“ „Nein“, hatte alles in mir gerufen, „ich bin doch gerade erst 13 Jahre alt.“ Aber ich hatte gelernt zu schweigen und zu nicken, zu allem was die Erwachsenen sagten. Nur ein paar Tränen konnte ich nicht verhindern, sie liefen einfach so von Süd nach Nord. Der kalte Wind trocknete sie schnell, hinterließ nur salzige Spuren als ich die Hand noch fester um den Kompass schloss und ihn mit aller Kraft in die Wellen schleuderte. Was hatte es für einen Sinn zu wissen, wie ich nach Hause finde, wenn ich kein Zuhause mehr hatte.