Was ich auch sehr liebe an diesem Roman, was mich fühlen lässt, als hätte ich da eine Verbündete, eine Frau, die für mich ausdrückt, wie es sich verhält mit den Zweifeln und Skrupeln und mit der gleichzeitigen Unmöglichkeit einfach mit dem Schreiben aufzuhören: „[…] wie sollst du irgendwem begreiflich machen, wie sich die Literatur zur Wirklichkeit verhält. Du verstehst ja selbst nicht, wie es sein kann, dass Max nicht mehr Max war, sobald er auf dem Papier erschien, sondern jemand anderes und trotzdem ganz klar Max; das ist ja auch nicht zu verstehen. Und wie sollst du irgendwem begreiflich machen, dass du diese Geschichte schreiben musst und keine andere. Es gibt dafür keinen logischen Grund. Es gibt nur eine Unverhandelbarkeit in dir und die unbedingte Notwendigkeit, dass du schreibst und wie du es schreibst.“
Oder diese Erkenntnis, dass man Freiheit üben muss, dass sie eine Handlung ist, die immer wieder ausgeführt werden will, eine Praxis, die der Übung und der Wiederholung bedarf.