Als ich von der Arbeit nach Hause komme, fragt der Nachbar von seinem Fenster aus: „Wie gehts?“ Als hätte er meine Geschichte von der Nachbarin gelesen, und wollte mit dieser Fensterszene eine Verbindung zu meinem „wahren“ Leben herstellen.
Im Büro wird der Rechner, der keine Verbindung mehr zum Drucker herstellen kann, behandelt. Der Chef tanzt aufgeregt um den jungen IT Spezialisten herum, mir ist eigentlich egal, ob es gut ausgeht oder nicht, ich kann auch ohne diese Verbindung arbeiten, es ist dann eben alles ein wenig voraussetzungsvoller und zeitaufwändiger. Gestern habe ich in der Spritz u.a. den sehr klugen, als Performance angelegten, Beitrag zur Dankbarkeit von Heike Geißler, Paula Fürstenberg, Daniela Dröscher u.a. gelesen. Das zu lesen war als dürfte ich meine Gedanken in eine wohltuend warme Badewanne legen. Sehr kluge und differenzierte Überlegungen zu einem Phänomen, das wir viel zu häufig als etwas eindimensionales, nicht weiter erklärungsbedürftiges, betrachten. In wenigen Wochen darf ich den neuen himmelblauen Koffer packen. So lässt es sich aushalten, dass es morgens immer allein die Sorgen sind, die erfrischt aufwachen.