Angefüllt mit Bewunderung ist das Kind. Es steht und staunt. Es betet seine Mutter an. Ich wünschte ich hätte Erinnerungen dieser Art. Denn ganz sicher hat es diese Phase auch in meiner Kindheit gegeben. Aber wir können uns nicht aussuchen an was wir uns erinnern, und was aus dem Gedächtnis verschwindet. Wir sind diesem seltsamen Mechanismus ausgeliefert, der uns Erinnerungen ausspuckt, die wir gar nicht haben wollen, während er andere einfach geschluckt hat und offenbar so gründlich verdaut, dass nicht einmal ein Zipfel davon zu erhaschen ist. Dann denken wir uns etwas aus. Erfinden. Erfinden die Bewunderung statt sie zu empfinden. Und wer weiß, vielleicht, wenn die Geschichte die die Erinnerung ersetzen soll, gut ist, überzeugt sie uns selbst und wir empfinden also die Bewunderung, die wir zuvor erfunden haben.
@muetzenfalterin
Das ist eine spannende Erklärung für unsere Erinnerungen, Danke.
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