Am Wochenende Briefe geschrieben, schwierige, aufwühlende Briefe. Ein Eis mit Joghurt, Bananen und Schokoladensoße gegessen. Meine Kinder gesehen, erst das eine, einen Tag später das andere. Während ich das schreibe denke ich, dass es mir vielleicht niemals gelungen ist, sie beide auf einmal zu sehen. Dass das vielleicht gar nicht möglich ist. Das Kind, das ich zuerst gesehen habe, erzählte von seinem Irland Urlaub, von kleinen Sprachschwierigkeiten und herzlichen und gastfreundlichen Menschen. Und ich erinnere mich daran, wie ich den beiden vorgelesen habe, wie es eine Zeit gab, als sie es liebten, wenn ich die deutschen Texte für sie übersetzte, in Sprachen, die sie nicht verstanden. Wie alles ganz leicht schien und luftig wie eine Sommernacht. Dass es vielleicht Jahreszeiten des Mutterseins gibt. Der Frühling wäre vielleicht die Schwangerschaft und die Zeit mit den Neugeborenen, der Sommer die Phase wenn sie bereits selbstständig sind, aber noch in einer weitesgehend magischen Welt leben, der Herbst die Schulzeit, inklusive Pubertät und Ablösung. Und der Winter? Vielleicht die Zeit des Abschieds, wenn die Eltern sich auf den eigenen Tod vorbereiten.