„Schwarze Bänke stehen wie Noten gruppiert, darauf Schnee und eine Frau, die raucht.“ [Anna Kaleri]

Weil die Bänke so perfekt angeordnet sind, als hätte jemand versucht den Anfang eines Liedes darzustellen, fällt es ihr schwer, sich für eine Bank zu entscheiden. Dieser Teil der Gruppe, wäre irgendwie überbetont, tonangebend. Das ist falsch. Aber sie ist müde. Erschöpft. Lange ist sie durch den Wald gestapft, bis sie vollends die Orientierung verloren hatte und nur durch Zufall, per Glück, hier gelandet ist. In einem Park mit Bänken auf denen Schnee liegt. Fast widerwillig (ihr Sinn für Ästhetik gegen die Bedürfnisse ihres Körpers) schaufelt sie auf einer der Bänke eine kleine Fläche frei, setzt sich und zündet mit steifen Händen eine Zigarette an. Die Vögel scheinen dagegen zu protestieren. Es kommt ihr wie ein Einspruch vor, als sie auf den Ästen landen, die daraufhin anfangen neuen Schnee zu produzieren. Der Schnee, der sich bereits gelegt hatte, fliegt wieder auf. So ist es auch mit mir, denkt die Frau, ich sitze hier, aber der Rauch den ich ausstoße vermischt sich mit der guten klaren Luft, erhebt sich über mich und meine lächerlichen Bedürfnisse. Und verschwindet.

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