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Viel Regen am letzten Tag. Häufig in kleinere oder größere Schauer geraten. Durch den Wald gelaufen und zur Vogelkoge, abends Abschied vom Meer genommen. Während wir durch das Waldstück liefen, habe ich mich gefragt, ob meine Mutter jemals mit mir spazieren gegangen ist. Mit den Tanten und dem Onkel, mit den Großeltern machten wir mitunter sogar lange Wanderungen, das ja, aber ich erinnere mich an keinen einzigen Spaziergang bei dem nur wir beide unterwegs waren. Ich hingegen bin häufig mit meinen Kindern unterwegs gewesen, am liebsten im Wald. Und nicht selten haben wir uns verlaufen. Ich gehe am liebsten einfach drauf los, da entlang, wo es mir spontan am besten gefällt. Und dann passiert es manchmal, dass ich die Orientierung verliere. Und meine Kinder haben also erlebt, dass wir mitunter irgendwo waren und ihre Mutter nicht genau wusste, welcher Weg der richtige ist. Ihre Mutter blieb ruhig und irgendwann kamen sie jedes Mal zu Hause an, manchmal geriet der Weg etwas zu lang, aber immer kamen alle wieder dort an, von wo sie aufgebrochen waren.

8 Kommentare zu „(47)

  1. @muetzenfalterin
    Das klingt faszinierend. Und abenteuerlich.
    Dieses Verlaufen von früher, das ich auch kenne, wirkt heute seltsam unwirklich und unvorstellbar – dank Navigation per Handy.

      1. @muetzenfalterin

        Mir auch. 🙃

  2. @muetzenfalterin
    Die schönsten und abenteuerlichsten Spaziergang-Wanderungen im Urlaub in meiner Kindheit begannen immer mit der Aussage meines Vaters, "Wir können auch da lang gehen". 😅🥰

      1. @muetzenfalterin
        Ist es. 🥰

    1. Mir ist erst beim Aufschreiben ein Muster aufgefallen: meine Mutter hatte nach der unfreiwilligen Flucht vermutlich wenig Bedürfnis nach Abenteuern in der freien Natur, ich war dann wieder so sicher aufgewachsen, dass ich das genießen konnte. Und ja, es wäre schön, wenn die Kinder etwas davon mitgenommen haben.

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