Gleich neben unserer Unterkunft ist eines der Mutter-Kind-Häuser der AOK. Dafür ist es ungewöhnlich ruhig. Wir sind heute gut drei Stunden am Meer entlanggegangen und über Dünenlandschaften und Wald zurück in die Wohnung. Ich mag den grauen Himmel, durch den nur selten ein Sonnenstrahl bricht. Die Zimmer sind klein und mit Schrägen versehen. Wenn es mir gelingt, wirklich nichts von mir zu wollen, geht es mir gut. Aber meistens hadere ich mit der Tatsache, dass ich immer noch ebenso viele Ideen und Vorstellungen, was ich machen, besprechen und lesen möchte habe, wie früher, aber längst nicht mehr so viel Kraft und Energie. Andererseits glaube ich zwei Dinge begriffen zu haben. Nämlich, dass ich einerseits zu schnell aufgebe und andererseits nicht ausreichend zu mir selbst stehe. Denn zu sich zu stehen, selbstbewusst zu sagen: Das bin ich, ist ja nicht dasselbe wie sich mit seiner Begrenztheit abzufinden. Vielleicht wird der Wind in den folgenden Tagen meine Gedanken etwas besser ordnen können.